Öffentliche Konsultation zur GAP-Reform: Jetzt mitmachen!

Bis zum 2. Mai 2017 ist die Meinung der Öffentlichkeit gefragt. Jetzt haben wir die Möglichkeit mitzureden und unsere Erfahrungen einzubringen, um den Prozess zur Erstellung einer neuen Agrarpolitik zu beeinflussen!

Gemeinsame Agrarpolitik 2014-2020  

Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) ist nicht nur eine der wichtigsten politischen Grundlagen für Ernährungssicherheit und Lebensmittelqualität sowie für die nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume, sondern auch für die Umsetzung von Natur- und Umweltschutzzielen und den Erhalt der reichhaltigen und kleinstrukturierten Agrarlandschaft Österreichs.

 

 

Um den globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) gerecht zu werden, ist für den nachfolgenden Zeitraum eine umfassende Reform der GAP unabdingbar. Eine breite Bewegung der Zivilgesellschaft (über 130 Organisationen), welcher sich auch der Umweltdachverband angeschlossen hat, fordert in ihrer Position folgende Grundsätze für die zukünftige Agrarpolitik: faire und vielfältige Nahrungsmittelwirtschaft, gesunde Umwelt, bedeutsamer Tierschutz, Gesundheit und Wohlbefinden der Bevölkerung. Das gemeinsame Statement ist unter diesem Link verfügbar.

 

Mit Februar 2017 hat der Reformprozess der GAP bereits begonnen. Am 2. Februar 2017 startete die Europäische Kommission eine öffentliche Konsultation über die Modernisierung und Vereinfachung der GAP. Bis zum 2. Mai 2017 ist die Meinung der Öffentlichkeit gefragt. Jetzt haben wir die Möglichkeit mitzureden und unsere Erfahrungen einzubringen, um den Prozess zur Erstellung einer neuen Agrarpolitik zu beeinflussen!

 

Bitte füllen Sie die Konsultation gleich unter diesem Link aus.

 

Um Sie bei der Beantwortung des Fragebogens zu unterstützen, hat der Umweltdachverband Antwortempfehlungen auf die Fragen der Konsultation unter Berücksichtigung der Umsetzung der gemeinsamen Agrarpolitik in Österreich vorbereitet und die Beweggründe für diese Empfehlungen skizziert. Diese Antwortmöglichkeiten finden Sie hier als Download oder rechts im Infokasten zum Runterladen bereitgestellt. Nur mit einer breiten Antwort aus vielen Bereichen der Zivilgesellschaft wird es gelingen, den Reformprozess mitzugestalten.

 

Zudem besteht die Möglichkeit, Zeit zu sparen und die Konsultation über einen Direktlink („iframe“) auszufüllen. Dabei werden automationsunterstützt empfohlene Antworten von der Plattform Living Land – die der Umweltdachverband unterstützt – eingetragen. Diese Antworten spiegeln die Anforderungen an den Reformprozess aus europäischer Sicht wieder und entsprechen nicht immer der Situation Österreichs im Hinblick auf die Umsetzung des nationalen Programms für die Ländliche Entwicklung. Um den Direktlink zur Beantwortung zu nützen sowie die vorgeschlagenen Antworten einsehen zu können, besuchen Sie bitte diese Website.

 

Die Ergebnisse des Konsultationsprozesses werden im Rahmen einer Konferenz im Juli 2017 vorgestellt.

 

GAP & Umwelt

Neben den Maßnahmen zur Stützung der Märkte (erste Säule) ist die Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums (zweite Säule) zu einer wesentlichen Komponente des europäischen Agrarmodells geworden, das auf der Multifunktionalität der Landwirtschaft basiert.

 

Land- und Forstwirtschaft verursachen oder beeinflussen aufgrund ihres hohen Flächenanteils von über 40 % in der EU auch Problemfelder wie etwa den dramatischen Biodiversitätsverlust, Übernutzung von Ressourcen, Wasserverschmutzung und Bodenerosion. Dadurch kommt dem Bereich eine entscheidende Rolle für das Erreichen von Zielen zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Europa und Österreich zu.

 

Die Notwendigkeit einer stärkeren Ökologisierung ist  deshalb unabdingbar. Mit Beginn der Förderperiode 2015 sind zwar 30 Prozent der Direktzahlungen aus der 1. Säule der GAP an „für den Klima- und Umweltschutz förderliche Landbewirtschaftungsmethoden“ gebunden, dies muss aus Sicht des Umweltdachverbandes allerdings nachgeschärft werden, denn die derzeitige Ausführung des Greenings führt bisher in weiten Teilen der EU zu keinen nennenswerten positiven Effekten für die Biodiversität.

 

 

 


Die künftige Agrarpolitik Europas soll ökologisch sinnvoll ausgerichtet sein, wofür ein fixer Anteil an Finanzmitteln bereitgestellt werden muss.
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Umweltdachverband

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