Bürger sagen NEIN zur Panoramabahn auf den Hohen Ifen im Kleinwalsertal!

Erfreuliche Nachricht: Bei der Volksabstimmung vom 21. Oktober 2012 in der Gemeinde Mittelberg sprachen sich 55 % gegen den Bau einer Panoramabahn auf den Hohen Ifen aus.

Bei der Volksabstimmung im Kleinwalsertal über die geplante Panoramabahn haben sich 55 %  gegen die Panoramabahn ausgesprochen. „Soll die Gemeinde Mittelberg alle politischen und rechtlichen Schritte setzen, um die geplante Panoramabahn zu verhindern?“ So lautete die Frage, die 1.600 Stimmberechtigte im Kleinwalsertal am Sonntag mit „Ja“ beantwortet haben und der Bahn damit eine Absage erteilt haben.

 

Die Kleinwalsertaler Bergbahnen planten, zwischen dem Gipfel des Walmendinger Horns (1.990 m) und dem Alpbord unterhalb des Hohen Ifens (2.230 m) eine Seilbahn, welche das gesamte Tal überspannt hätte, zu errichten. Diese Panoramabahn hätte dann auf einer Länge von etwa 3 km Länge das gesamte Schwarzwassertal überspannt und die beiden Skigebiete miteinander verbunden.

 

Die Naturfreunde freuen sich sehr über die Entscheidung der Kleinwalsertaler gegen die talquerende Panoramabahn. Damit ist der Weg frei für ein Schutzgebiet im Bereich des Hohen Ifens. Zahlreiche Natur- und Umweltschutzorganisationen, wie die Naturfreunde Vorarlberg, hatten im Mai 2012 gefordert, das sensible Gebiet endlich als Natura 2000-Gebiet nach zu nominieren und für zukünftige Generation zu erhalten.

 

Im Juli gab es im Bereich Hoher Ifen eine Mahnwache, um die Bevölkerung auf die sensible und schützenswerte Bergwelt rund um den Hohen Ifen aufmerksam zu machen.  Aufgrund der Schneelage wurde die Mahnwache auf dem Hahneköpfle abgehalten. Ein Foto dazu finden Sie oben.

 

Das Gebiet um den Hohen Ifen ist eine einzigartige Karstlandschaft und stellt einen international bedeutenden Lebensraum dar. Es enthält schützenswerte Lebensgemeinschaften und Vogelarten, die in den Anhängen der beiden EU-Naturschutzrichtlinien enthalten sind. Auf bayrischer Seite ist das Ifengebiet sowohl als Vogelschutzgebiet als auch als FFH-Gebiet nominiert, ein großer Teil des Ifengebiets auf Vorarlberger Seite ist bereits seit 1964 als Pflanzenschutzgebiet ausgewiesen. Eine Unterschutzstellung auf österreichischer Seite wäre im Sinne eines umfassenden und langfristigen Schutzes dieses landschaftlich herausragenden Karstgebietes mit zahlreichen geschützten Tieren und Pflanzen nun der logische und konsequente nächste Schritt. Dies sieht auch der Umweltdachverband (UWD) so, der das Ifenplateau auf seiner kürzlich veröffentlichten und an die Europäische Kommission übermittelten „Natura 2000-Schattenliste“ aufführt und eine Nachnominierung einfordert.

 

Die Naturfreunde hoffen, dass diese Verhinderung der Panoramabahn eine Signalwirkung für ganz Österreich hat und gratulieren zum Ausgang der Volksabstimmung! Die Naturfreunde appellieren an die Vorarlberger Landesregierung, die Arbeiten für eine Ausweisung eines Natura 2000-Gebietes „Hoher Ifen-Gottesackerwände“ unverzüglich aufzunehmen!

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