Eine Allianz für die Alpen

Die Allianz für Naturschutz und Landwirtschaft im Alpenraum ist ein Zusammenschluss von Bauern- und Naturschutzverbänden (darunter auch die Naturfreunde) mit dem Ziel der Erhaltung und Förderung der Berglandwirtschaft und Biodiversität in den Alpen und in anderen Berggebieten Europas.

Felsen, Geröllfelder, Seen, Moore, Bachläufe, Bergwälder sowie artenreiche Wiesen und Weiden – die landschaftliche Vielfalt der Alpen macht sie zu einem Hotspot der Biodiversität in Europa und zu einem wichtigen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Auch für den Tourismus ist dieser Naturraum von großer Bedeutung. 


Die Berglandwirtschaft verschwindet

Die extensive landwirtschaftliche Nutzung von Almen, Streuwiesen und Magerrasen leistet einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der großen Artenvielfalt in den Alpen. Diese Form der Bewirtschaftung ist jedoch sehr arbeitsintensiv und wirft häufig nur geringe Erträge ab. So geben immer mehr Landwirte die Bewirtschaftung ihrer Flächen auf und die wertvollen Offenlebensräume wachsen nach und nach zu. Die verbleibenden Betriebe konzentrieren sich zunehmend auf die Flächen in den zugänglicheren Lagen und bewirtschaften diese zum Teil unter hohem Einsatz von Maschinen und Düngemitteln.


Gemeinsam für eine nachhaltige Landwirtschaft in den Alpen

Die derzeitige Ausrichtung der EU-Agrarpolitik begünstigt diesen Strukturwandel wesentlich. Diese fördert seit Jahren eine auf Hochleistung getrimmte Landwirtschaft, die möglichst viele und möglichst billige Nahrungsmittel produzieren soll. Eine Chance, dies zu ändern, bietet die anstehende Agrarreform.

Im Herbst 2011 startete EuroNatur die von der Mava-Stiftung geförderte Initiative „Allianz für Landwirtschaft und Naturschutz in den Alpen“. Darin haben sich rund 20 Bauern- und Naturschutzverbände zusammengeschlossen, um für eine Erhaltung der Berglandwirtschaft einzutreten. Gemeinsam schalten sich die Organisationen in die Diskussion über die EU-Agrarpolitik nach dem Jahr 2013 ein und versuchen, diese in ihrem Sinn zu beeinflussen. Als Grundlage dafür hat EuroNatur in Zusammenarbeit mit den Partnern der Allianz ein Positionspapier erarbeitet. Darin analysieren und bewerten die Verbände den von der EU-Kommission vorgelegten Gesetzestext und zeigen konkrete Verbesserungsvorschläge auf.

 

Das Positionspapier "Alpine Vielfalt erhalten" finden Sie unter "Downloads" zum Runterladen bereitgestellt.

Die Allianz besteht aus folgenden Organisationen:

  • Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Landesverband Bayern – AbL (D)
  • Alpenschutzkommission CIPRA Deutschland (D)
  • Bund Naturschutz in Bayern (D)
  • Deutscher Alpenverein – DAV (D)
  • Deutscher Verband für Landespflege –DVL (D)
  • EuroNatur Stiftung (D)
  • Forum Pro Schwarzwaldbauern (D)
  • Friends oft he Earth Europe – FoEE (INT)
  • LBV - Landesbund für Vogelschutz (D)
  • Landesvereinigung Ökologischer Landbau in Bayern - LVÖ (D)
  • Naturfreunde Deutschland (D)
  • Naturfreunde Internationale (INT)
  • Naturfreunde Österreich (A)
  • ÖBV-Via Campesina Austria (A)
  • Schweisfuth-Stiftung (D)
  • Umweltdachverband (A)
  • Verein zum Schutz der Bergwelt – VzSB (D)
Gefährdete Vielfalt: Bergwiese mit Thymian und Klappertopf.
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