Großer Erfolg! 13.000 Unterschriften gegen Kaunertal-Kraftwerk!

Die Initiative "Flüsse voller Leben" ruft Umweltminister Berlakovich zum Handeln auf! Am Montag dem 12. November wurden dem Umweltminister 13.000 Unterschriften gegen den Ausbau des Kraftwerks Kaunertal an überreicht.

Die Naturfreunde Österreich haben sich mit dem WWF (Initiator), Kajak.at, dem Österreichischen Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz, dem österreichischen Fischereiverband und dem Alpenverein Sektion Edelweiss, zusammengeschlossen und die Plattform „Flüsse voller Leben“ ins Leben gerufen. Unsere Forderung: Nein zum Wasserkraftausbau in sensiblen Fließgewässerstrecken - Ja zur Sicherung der letzten naturnahen Flüsse und Bäche!

 

Auch die Petition "NEIN zum Kraftwerk Kaunertal" wurde von der Plattform "Flüsse voller Leben" ins Leben gerufen. Knapp 6 Monate wurden nun Unterschriften gesammelt.

 

WWF-Geschäftsführer Gerald Steindlegger und Tiroler Aktivisten haben die immerhin 13.000 Unterschriften gegen den Ausbau des Kraftwerks Kaunertal an Umweltminister Nikolaus Berlakovich überreicht. Darin wird der Minister aufgefordert, sich gegen die Zerstörung und für den immerwährenden Schutz der Tiroler Flussheiligtümer auszusprechen.

 

Öko-Desaster droht

Der Ausbau des Kraftwerks Kaunertal bedroht das Natura 2000-Gebiet Ötztaler Alpen, den Naturpark Ötztal, letzte Flussheiligtümer und das einzigartige Platzertal – solche Eingriffe sind mit dem Schutzziel dieser hochalpinen Gebiete absolut unvereinbar. Aus der Sicht der Plattform "Flüsse voller Leben" ist dieses TIWAG-Projekt ein ökologisches Desaster und darf niemals genehmigt werden!

Die 13.000 Protest-Unterschriften stehen symbolisch auch für die 13.000 Seiten langen TIWAG-Projektunterlagen – für jede einzelne Seite ein klares NEIN.

 

Auch Ötztal-Bauern klar gegen Kraftwerk

Auch die Bauern des Hinteren Ötztals sind als Grundbesitzer von diesem Projekt direkt betroffen. Und alle 13 Agrarorganisationen haben sich einstimmig gegen diese TIWAG-Pläne ausgesprochen. Sie wollen verhindern, dass das Wasser aus ihren Bächen ins Platzertal übergeleitet wird, wo es den geplanten Speichersee speisen soll. Die Bauern wollen die Wasserrechte für ihre Nachkommen im Tal bewahrt sehen, und treten dafür ein, dass das Ötztaler Wasser im Ötztal bleibt.


Wasserkraft muss ökologisch verträglich sein

Die Naturfreunde sind nicht generell gegen den Ausbau der heimischen Wasserkraft, wenn er ökologisch und sozial verträglich ist. Der Ausbau des Kaunertal-Kraftwerks ist jedoch nicht zu verantworten, weil das Projekt letzte Flussheiligtümer bedrohen, Schutzgebiete wie das Natura 2000-Gebiet Ötztaler Alpen und den Naturpark Ötztal beinträchtigen und ein unverbautes Hochtal überstauen würde.

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