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Fact Sheet Tourismus und CSRTourismuswirtschaft

CSR steht für „Corporate Social Responsibility“, also „Soziale (besser: gesellschaftliche) Verantwortung von Unternehmen“.

Gemeint ist damit faires Verhalten gegenüber MitarbeiterInnen und GeschäftspartnerInnen, aber auch gegenüber den lokalen Gemeinschaften, in deren Umfeld man arbeitet respektive produziert, und nicht zuletzt natürlich auch gegenüber der Umwelt. Darüber, ob und inwieweit Unternehmen eine gesellschaftliche Verantwortung haben, die über ihr in marktwirtschaftlichen Systemen als selbstverständlich geltendes Ziel des finanziellen Gewinnstrebens hinausgeht, wird seit Jahren international gestritten. Ebenfalls strittig ist, was CSR konkret umfasst.

 

Während vor allem Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen den Standpunkt vertreten, dass Wirtschaftsunternehmen eine starke gesellschaftliche Verantwortung tragen und dieser auch per gesetzlicher Verpflichtung nachkommen müssen, versuchen vor allem Interessenvertretungen der Wirtschaft, CSR möglichst als freiwillig zu definieren und gesetzliche Verpflichtungen von Unternehmen zu mehr CSR zu vermeiden. Das sind grundsätzliche Tendenzen und letztendlich Fragen, die politisch entschieden werden müssen. Dabei kommt es auf gesellschaftspolitische Durchsetzungsfähigkeit an. Was betont werden muss: Ein Unternehmen, das bloß die geltenden Gesetze (z.B. Arbeitnehmerrechte) einhält, kann und sollte dies nicht als besonders vorbildliche CSR-Maßnahme hervorheben. In der Realität kommt dies jedoch leider oft vor. Also: CSR ist NICHT die bloße Einhaltung von Gesetzen durch Unternehmen, auch, wenn es andere, konkurrierende Unternehmen mit diesen Gesetzen nicht so genau nehmen sollten. CSR muss über die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestanforderungen hinausgehen.Das Fact Sheet wurde von den Naturfreunden Internationale gemeinsam mit Respect (Institut für Integrativen Tourismus und Entwicklung) zusammengestellt.

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